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Computerkompetenz deutscher Schüler nur im internationalen Mittelfeld

Wecker
Erschütternd, wenn auch nicht überraschend sind die Ergebnisse der heute veröffentlichen „International Computer and Information Literacy Study“ (ICILS 2013): Bei der Computer- und Informationskompetenz schneiden Deutsche Schüler im internationalen Vergleich nur mittelmäßig ab. Die Schulen sind unzureichend ausgestattet, digitale Medien sind unzureichend in Lehr- und Lernprozessen verankert und Bildungsbenachteiligte bleiben auch hier wieder weit außen vor. Es gibt viel zu tun, wir sind gespannt, wer, wie schnell damit anfängt.

Hier nur ein paar exemplarische Auszüge aus der Studie, die das große Ganze schon erahnen lassen. Es lohnt sich dennoch auf jeden Fall, selbst einen Blick hinein zu werfen.

„Deutschland befindet sich im mittleren Bereich der Rangreihe der Länder.“ (hinter Dänemark, den Niederlanden, Polen, Norwegen, der Republik Korea und dem Spitzenreiter Tschechische Republik)

„Entwicklungsbedarfe zeigen sich für Deutschland vor allem aufgrund der geringen Anteile an Schülerinnen und Schülern auf der höchsten Kompetenzstufe. Zudem erreichen 30 Prozent der Achtklässlerinnen und Achtklässler nur die untersten beiden Kompetenzstufen […] Damit verfügt ein nicht unerheblicher Teil der Jugendlichen nur über rudimentäre bzw. basale Fähigkeiten und Wissensstände hinsichtlich des kompetenten Umgangs mit neuen Technologien.“

„Des Weiteren geben die Befunde […] Hinweise auf das bestehende Missverhältnis zwischen den Potenzialen, die dem Lehren und Lernen mit digitalen Medien zugesprochen werden, und der Realität dessen, was in den Klassenräumen geschieht.“

An der 2013 durchgeführten Untersuchung haben weltweit 21 Bildungssysteme teilgenommen, davon zwölf in Europa. In Deutschland nahmen daran 2.225 Schülerinnen und Schüler sowie 1.386 Lehrkräfte teil.

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