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Computerspiele: Turbobooster fürs Gehirn?

Smart Games

Obwohl sie von vielen Kindern und Erwachsenen heiß und innig geliebt werden, haben Computerspiele in Medien und Gesellschaft in der Regel keinen guten Stand. Sie gelten als Teufelswerk und Wurzel allen Übels und treten außerhalb der Gamerwelt vor allem in Negativkontext in Erscheinung, etwa wenn an einer amerikanischen Highschool ein paar Schüler durchdrehen und ihre Mitschüler niedermetzeln.

Dass es Spiele gibt, die auf Kinder- und Jugendliche schlechten Einfluss haben – insbesondere dann, wenn diese sich vielleicht gerade ohnehin in einer pubertären Sinnkrise befinden – ist unbestritten. Aber deshalb gleich alle Computerspiele zu verteufeln wäre fatal, denn im Allgemeinen sind Computerspiele doch viel besser als ihr Ruf: Statt Kinder zu verdummen können sie – richtig eingesetzt – vielleicht sogar dazu beitragen, deren Gehirnleistung zu erhöhen.

Dass das bei älteren Leuten prima funktioniert, haben der amerikanische Neurowissenschaftler Adam Gazzaley und sein Team bereits in einer Studie belegen können. Nun plant Gazzaley mit einem Team von Spieldesignern Spiele für Kinder zu entwickeln, die dieselbe Wirkung haben.

Auch wenn Professor Gazzaley vom positiven Potential von Computerspielen überzeugt ist, blendet er dabei mögliche Gefahren nicht aus:

„That’s just the challenge and the burden for researchers and developers – and companies and other groups that share these inventions with the world – to be responsible, and think about both the positive and negative.“1

Die Prototypen werden in den nächsten Monaten mit Kindern und Jugendlichen getestet, Ergebnisse werden für 2015 erwartet.

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