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„Dann muss man das halt selber machen“: Die Hamburger Hacker School

Children and Code (illustration)

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommen will, dann muss sich der Berg eben die Mühe machen, zum Propheten zu laufen. Das dachten sich wohl auch David Cummins, Andreas Ollmann und Timm Peters als der Hamburger Schulsenator klar machte, dass Informatik in Hamburger Stadtteilschulen weiterhin nicht zum Pflichtfach würde. Die drei Namen kurzerhand das Heft selbst in die Hand und gründeten die Hamburger Hacker School.  Das Motto der Schule:

Die Hacker School will Jugendliche für das Programmieren begeistern und Talente entdecken und bei der Entfaltung unterstützen, die sonst verborgen blieben.

In der Septemberausgabe mit dem Schwerpunkt Arbeit hat sich brand eins mit den Gründern der Hacker School unterhalten und die Schule von der ersten abstrakten Idee bis zum konkreten Kursinhalt in einem lesenswerten Artikel portraitiert.

Der Erfolg der Hacker School gibt ihren Gründen recht: Andere Städte planen schon eigenständige Ableger. Und das scheint auch dringend notwendig zu sein: Denn daran, dass der Spirit der Hacker School endlich auch in die deutschen Lehrpläne einzieht, wollen weder deren Gründer noch die Autoren des brand eins Artikels so recht glauben:

Das Fach Informatik hat in Deutschland keinen Stellenwert. Wenn Schüler Computerkenntnisse besitzen, dann nicht wegen, sondern trotz Schule.

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