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Das „gute“ Computerspiel: Minecraft

In einer Zeit, in der unser Alltag von kleineren und größeren Bildschirmen geprägt ist, sehen sich Eltern zunehmend mit der Frage konfrontiert, wie viel „Screentime“ für ihre Kinder eigentlich gut und richtig ist. Eine einfache Antwort auf die Frage gibt es nicht und die neuerliche Erkenntnis, das Tech-Gurus wie Steve Jobs ihre Kinder von Bildschirmen möglichst fern gehalten haben, macht die Sache auch nicht einfacher. Wer nicht ganz so radikal zur Tat schreiten und gleich den Verzicht auf alles propagieren will, hält Ausschau nach Möglichkeiten, die Zeit der Kinder vor dem Bildschirm möglichst sinnvoll zu gestalten. Spiele wie „Minecraft“ zielen – mit großem Erfolg – genau auf dieses elterliche Bedürfnis ab.

The New Yorker Kulturredakteur Michael Agger fasst das in seinem lesenswerten Artikel „The Minecraft Parent“ treffend zusammen:

It’s as though it were a drug designed to neutralize the fears of anxious parents.

Was auf den ersten Blick vielleicht bedrohlich klingen mag, sollte auf den zweiten Blick als große Chance begriffen werden: Wenn Spiele wie Minecraft ein virtueller Ort sind, an dem sich Kinder und Eltern heute treffen und gemeinsam neue und zeitgemäße Möglichkeiten des Lernens und der Sozialisierung entdecken können, dann ist das doch eine gute Chance für beide Seiten, mit beiden Beinen im Hier und Jetzt anzukommen.

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