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Digitales Teufelszeug?

iPhone Teufel

Weil wir alle so schrecklich abhängig von den digitalen Begleitern sind, sollen unsere Kinder von dem Teufelszeug beschützt werden. Dieser Meinung zumindest ist Sarah Lesnar:

If our current addictions to our iPhones and other tech is any indication, we may be setting up our children for incomplete, handicapped lives devoid of imagination, creativity and wonder when we hook them onto technology at an early age.

Aus ihrer Sicht sind die Geräte per se schlecht. Sie verhindern Kreativität und rauben den Kindern Fantasie. Das ist ein verheerendes Urteil. Ich frage mich allerdings, ob nicht viel entscheidender, was die Kinder mit den Geräten anstellen. Und wie wir sie auf dem Weg begleiten, die vielfältigen kreativen Möglichkeiten zu entdecken.

Auch beim Spielen in der Natur verdient nicht alles, was Kinder treiben, den Stempel „pädagogisch wertvoll“. Kinder sind manchmal leichtsinnig und verletzen sich als Folge davon. Sie stellen Blödsinn an oder schlagen auch einfach Zeit tot und auch das ist wichtig. Wir sperren sie deshalb nicht drinnen ein oder verfolgen sie draußen auf Schritt und Tritt.

Wir lassen sie alleine in der Natur spielen, weil wir Zu- und Vertrauen aufgebaut haben. Wir warnen sie vor verdeckten Gefahren. Wo wir es für notwendig halten, stellen wir Regeln auf (und sind uns bewusst, dass das Verbotene für die Kinder einen besonders großen Reiz hat). Wir verbringen draußen auch gelegentlich Zeit mit ihnen, um gemeinsame Erfahrungen zu machen. Während oder nach dem Spielen sprechen wir mit ihnen über ihre Eindrücke und machen sie so zu Geschichtenerzählern.

Warum handhaben wir das bei neuen Technologien und Medien nicht genauso? So kann es uns gelingen, dass die Kinder die digitale Welt genauso selbstverständlich erfahren wie die Natur und die kreativen Möglichkeiten erforschen.

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