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Hausgemachte Digitalkompetenz

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Auf die Schulen können wir uns also nicht verlassen, wenn wir unseren Nachwuchs gut auf den Umgang mit digitalen Medien vorbereitet wissen wollen. Es hat vielmehr den Anschein, als herrschte in vielen Lehrerzimmer geradezu panische Angst vor Digitalien aller Art. Kurse und Workshops von privaten Anbietern sind da zwar schon vielversprechender, dennoch findet dort die Digitalerziehung auch nur punktuell statt. Ist der Kurs vorbei, liegt sie bis zum nächsten meist brach.

Eltern, die sich selbst für innovative Technologien und digitale Medien begeistern können, nehmen daher lieber persönlich das Heft in die Hand und übernehmen das Medienkompetenztraining ihrer Sprösslinge gleich selbst. Da ist zum Beispiel Katja, die in ihrem Blog Mein Computerkind erzählt, wie sie ihre kleine Tochter digital alphabetisiert und ihr gleichzeitig beibringt, sich selbst in der digitalen Welt zu schützen. Oder Maximilian, der gemeinsam mit seinem Sohn I Elektrospielzeug entdeckt und u.a. auch darüber bloggt. Beiden ist dabei gemein, dass sie Technologie weder überhöhen noch verteufeln, sondern sie als selbstverständlichen Bestandteil in ihren ganz normalen Wahnsinnsalltag integrieren.

Auch Eltern, die nicht von Haus aus Tech-affin sind, täten übrigens gut daran, dem Beispiel der Beiden im eigenen Interesse und im Interesse ihrer Kinder zu folgen und die Digitalkompetenz sinnvoll in ihren Familienalltag integrieren. Denn nur wenn sie das tun, werden sie bald begreifen, dass der grimmig anmutende Scheinriese Technologie in Wirklichkeit sehr oft nur ein freundlicher alter Herr mit geflochtenem weißen Bart ist.

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