2 Kommentare

Programmieren mit fünf

Programmieren in der Schule (Illustration)

„Algorithmen verstehen“ und „einfache Programme entwickeln und debuggen“, ab heute sollen diese Fähigkeiten Schüler in England ab dem fünften Lebensjahr erlernen. Dort gilt seit dem 1. September ein neuer Lehrplan, der das Bildungssystem des Landes zum internationalen Vorbild machen soll – und vielen Lehrern wahrscheinlich schlaflose Nächte bereitet. Der Verband der Lehrer warnte bereits, dass viele Schulen nicht vorbereitet sind.

Aber auch wenn der Wechsel holprig verlaufen sollte, ist er ein notwendiger Schritt für Schulen in das digitale Zeitalter.

Wichtig ist, dass sich die Vermittlung des digitalen Alphabets nicht auf „Coding“ beschränkt. Nicht alle Kinder werden das neue Google oder Facebook programmieren. Aber alle werden künftig ihren Alltag besser bewältigen können und ihre beruflichen Chancen steigern, wenn sie Technologien grundsätzlich verstehen und die kreativen Möglichkeiten kennen. Neue Technologien sind fast immer im Spiel.

Das berücksichtigt auch der neue Lehrplan in England. Die fünf- bis sieben-jährigen lernen nicht nur Software zu programmieren, sondern auch digitale Inhalte zu entwickeln und veröffentlichen und welche Vorsicht geboten ist im Umgang mit den persönlichen Daten.

Well done, England! Und wann zieht Deutschland nach?

2 Kommentare

  1. Bitter, heute bei Statista zu lesen, dass in Deutschland nur 5% der Deutschen gute Internetkenntnisse haben. Man könnte erwarten, dass wir hier die ersten sind, die aktiv gegensteuern. Statt dessen blicken wir erstaunt nach England.

    Antworten

  2. Was sich die Engländer vornehmen ist ambitioniert. Da schauen wohl etliche Lehrer gerade etwas ratlos auf den neuen Lehrplan. Aber in ein paar Jahren werden sie sich auf die Schultern klopfen, weil sie sich richtig entschieden haben.

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.