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Spielerisch die Welt verändern

Gotham CityIn einer amerikanischen Großstadt wie Chicago aufzuwachsen, ist nicht unbedingt ein Zuckerschlecken. Schon früh sind viele Kinder Kriminalität und anderen sozialen Missständen ausgesetzt – meist ohne die richtigen Mittel an der Hand zu haben, um sich ausreichend zur Wehr zu setzen.

An der University von Chicago versucht man nun, Kinder mithilfe von Computerspielen besser auf den Umgang mit sozialen Missständen in ihrem echten Leben vorzubereiten. Sie lernen während eines dreiwöchigen Sommerprogramms, solche Probleme in der geschützten Umgebung des Spiels aktiv anzugehen und entwickeln auf Basis der Problemstellungen, die sie in ihrem Umfeld selbst erleben, eigene Lösungsansätze. Und ganz nebenbei lernen sie wichtige Grundlagen für ihre spätere berufliche Laufbahn in den Bereichen Programmierung, Design und Problemlösung.

Der Ansatz der Chicagoer Game Changer scheint aufzugehen – viele Eltern berichten von positiven Veränderungen bei ihren Kindern.

Nun sind die Probleme von Kindern und Jugendlichen hierzulande vielleicht anders geartet als in Chicago. Der Ansatz, Kinder und Jugendliche (und warum nicht auch Erwachsene?) auf sicherem Terrain spielerisch durch unsichere Situationen zu führen und sie zu ermutigen, individuelle Lösungsansätze zu entwickeln, eignet sich aber durchaus auch für andere herausfordernde Lebensumstände. Ein spannender Ansatz, wie wir finden.

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