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Taschengeld im Internet

Sparschwein

Seit 20 Jahren sammle ich Fußball Panini Bilder. Mein erstes Album kaufte ich zur Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA. Ich setzte dafür mein erspartes Taschengeld ein. Nach der WM investierte ich mein Geld dann wieder in Softeis im Schwimmbad. Bis zu meiner ersten großen Anschaffung – ein Fahrrad – vergingen viele Jahre, in denen ich vor allem gespart habe. Den meisten Ü-30ern dürfte das alles bekannt vor kommen.

Heute geben Jugendliche zwar immer noch Geld für analoge Vergnügen wie Klamotten, Ausgehen und Essen aus, wie eine Umfrage mit Jugendlichen in Österreich zeigt. Sie erwerben aber auch viel Digitales: Kostenpflichtige Computerspiele, Spiele-Apps oder Musikdownloads. Oder sie kaufen zwar weiterhin Materielles, aber in digitalen Kanälen, wie zum Beispiel bei Amazon oder Eventim.

Was sich zudem verändert hat, ist das Taschengeld, über das die Kids verfügen können. Nie hatten sie so viel wie heute. 2013 erhielt jedes Kind zwischen 6 und 13 Jahren durchschnittlich 27,56 Euro. Oben drauf gibt es noch Geldgeschenke an Weihnachten, zum Geburtstag oder an Ostern. Vor 10 Jahren waren es rund fünf Euro weniger.

Das macht Jugendliche von heute zu einer interessanten Zielgruppe, die in digitalen Kanälen – sofern möglich – auf Schritt und Tritt beobachtet wird. Das verlockende und passende Werbeangebot ist dann nur noch eine Sache intelligenter Algorithmen. Dass ihre  kostspieligen Experimente für manche Minderjährige in der Schuldenfalle enden, nehmen die Unternehmen in Kauf, denn es kommt ihnen unterm Strich zu Gute. Alleine im Zeitraum von 2004 bis 2011 hat sich die Zahl der Schuldner unter 20 Jahren mehr als vervierfacht.

Was tun?

Klar ist, dass digitale Waren und Verkaufswege zur Lebensrealität der heutigen Jugendlichen gehören. Sie davon auszuschließen wäre kontraproduktiv und nicht erfolgreich. Sie würden Mittel und Wege suchen (und finden) – so wie wir auch für alles Mittel und Wege gefunden haben. Erfolgsversprechender ist es, die Realität anzuerkennen und den Jugendlichen zu ermöglichen, ihr Taschengeld auszugeben, ohne dabei in die Verschuldungsfalle zu tappen.

Prepaid-Kreditkarten für Jugendliche sind eine Möglichkeit. Es kann nur verbraucht werden, was vorher als Guthaben auf die Karte gebucht wurde. Leider gibt es Schlupflöcher. Zudem enthält die Karte den Namen, die Kartennummer, einen Sicherheitscode und das Ablaufdatum. Wenn damit im Online-Shop bezahlt wird, müssen auch persönliche Daten hinterlegt werden. Anonym ist anders.

Prepaid und inkognito können Jugendliche mit der paysafecard bezahlen. An der Tanke oder im Laden um die Ecke können Karten mit Guthaben und Code erworben werden. Die Karte wird dann direkt im Online-Shops eingelöst. Anonym bleibt der Käufer, weil der Code nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden kann. Der anonyme Kauf hat den Vorteil, dass Plattformbetreiber von Jugendlichen keine Kaufprofile erstellen. Keine Werbemails und keine zielgerichteten Anzeigen also. 1 Das Kaufen funktioniert nur, solange Guthaben auf der Karte ist.

Wenn Online-Shops wie Amazon, Eventim oder Spotify die paysafecard nicht direkt unterstützen, können auf der Webseite von Paysafecard Gutscheine für diese Plattformen erworben werden. Allerdings müssen in diesem Fall persönliche Daten hinterlegt werden, wenn ein Versand erfolgen soll. Das Kaufen funktioniert nur, solange Guthaben auf der Karte ist.

Aus Sicht von Bits-N-Kids ist paysafecard eine sinnvolle Möglichkeit, wie Jugendliche von heute ihr Taschengeld sicher im Internet ausgeben können. Auch für Panini Bilder der nächsten Fußball-WM.

In der Beitragsreihe „Bits, Kids & Knete“ (unterstützt von paysafecard) gehen wir u.a. auf die Möglichkeiten (fast) spurenloser Bezahlung im Netz, das Thema „Online Games – Fluch oder Segen für Familien?“ und die Digitalisierung des Taschengeldes ein.

  1. Die Anbieter können aber durchaus durch das Setzen von Cookies das Klickverhalten aufzeichnen. Wer das unterbinden möchte, muss auch anyonym durch das Internet surfen.

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